Freitag, 24. Juni 2016

Pajulahti-Games in Finnland – Robert und Eli aus Frankfurt spielten mit

Vom 15.01. bis zum 18.01.2015 fanden die Pajulahti-Games in Finnland statt. Neben Sportarten wie Rollstuhl-Rugby, Judo oder Torball fand auch ein kleines aber stark besetztes Showdown-Turnier statt. Neben zahlreichen finnischen Spielerinnen und Spielern nahmen daran ein Schweizer (Thomas), eine Gruppe aus Litauen, zwei Spielerinnen aus den Niederlanden, drei Spieler aus Frankreich sowie Robert und Eli aus Deutschland (Frankfurt Main) teil.
Das Turnier selbst war rundum sehr gut organisiert. Jeder Nation stand eine Hostess beim Einchecken und der ersten Orientierung und weiteren Fragen zur Verfügung. Das war sehr nett und entspannte manche Situation.
Schon am Donnerstag Abend erkannten Thomas, Robert und Eli, dass die drei vorhandenen tschechischen Platten über eine sehr glatte und damit extrem schnelle Oberfläche verfügten.
Der Spielmodus bei Männern und Frauen war so geschickt gewählt, dass alle Teilnehmenden mindestens 10 Spiele an zwei Tagen bestreiten durften.
Die Männer waren in zwei Achtergruppen aufgeteilt und spielten in ihrer Gruppe jeder gegen jeden. Danach kamen die jeweils vier Ersten in die Gruppe um die Plätze eins bis acht. Bereits gespielte Spiele wurden mitgenommen, so hatte jeder nochmals vier Spiele. Bei den jeweils vier hinteren wurde das gleiche System verwendet. Am Sonntag gab es die Finals
Robert konnte in der ersten Runde nur einen Satz für sich entscheiden. Thomas, der in der Schweiz nur extrem selten einen Trainingspartner hat, gewann ein Spiel und war damit glücklich. In der 2. Runde konnte sich Thomas nicht weiter steigern und belegte am Ende den 16. Platz. Sicher hat er jede Menge Erfahrung gesammelt; es war sein erstes internationales Turnier. Robert konnte in der zweiten Runde immerhin noch drei Spiele gewinnen und erreichte damit den 13. Platz. Überraschend war, dass auch zwei der Franzosen nicht unter den ersten acht Männern landen konnten.
Bei den sieben Frauen war das System ähnlich. Jede spielte gegen jede. Danach kamen die ersten Vier in eine Gruppe. Die letzten drei spielten eine Doppelrunde gegeneinander. Auch am Sonntag gab es die zwei Finalspiele.
Oxana aus Litauen nahm Hannah aus Finnland, die das Turnier gewann, gleich einen Satz ab. Eli gab ihren ersten Satz an Oxana ab, konnte das Spiel aber am Ende für sich entscheiden. Später gewann Eli einen Satz gegen Jana aus Finnland, worüber sie sehr glücklich war, denn die Finnin wurde am Schluss Zweite. Gegen Helma aus den Niederlanden konnte sich Eli über zwei Sätze durchsetzen und lag am Ende dieser ersten Runde auf Platz fünf.
Auch Eli hatte mit der anderen Plattenart etwas zu kämpfen. Eli reagierte oft zu schnell auf Bälle und öffnete dadurch die Mitte oder erhielt Strafpunkte.
In der zweiten Runde konnte Eli einmal noch gegen Helma gewinnen, das zweite Spiel gegen Helma in dieser zweiten Runde verlor Eli knapp über drei Sätze. Gegen Oxana gelang es ihr nicht, nochmals zu siegen, sondern verlor beide Spiele über drei Sätze. Oxana, eine ganz junge Spielerin, steigerte sich in diesem Turnier enorm und belegte am Ende einen verdienten fünften Platz vor Eli.
Die Endspiele waren spannend. Sie gingen beide über fünf Sätze. Bei den Damen holte sich Jana die ersten zwei Sätze. Danach konnte Hannah ihre finnische Team-Kollegin bezwingen. Auch das Männerfinale war ein finnisches Duell. Ari und Timo kämpften über fünf Sätze. Insgesamt vielen in diesem Spiel sehr wenige Tore. Die beiden legten es sehr auf Strafpunkte an. In einem Satz gab es bei 11 zu 8 Punkten überhaupt nur drei Tore.
Die Abende im Hotel haben uns nicht so gut gefallen. es gab keine Gemeinsamkeiten, um sich mit anderen Showdown-Spielern auszutauschen. So hat uns die Gemütlichkeit, die bei einem Turnier auch dabei sein sollte, insgesamt gefehlt.
Hier noch ein Foto, das uns vier vor der Pajulahti-Games-Fahne zeigt

Pajulahti2

Und zum Schluss natürlich noch die Ergebnisliste.

Frauen:

1 Hannah Vilmi (FIN)
2 Jaana Pesari (FIN)
3 Nicky Corstanje (NED)
4 Heidi Torn (FIN)
5 Oksana Dobrowolskaja (LIT)
6 Eli Osewald (GER)
7 Helma Van der Boom (NED)

Männer:

1 Ari Lahtinen (FIN)
2 Teemu Ruohonen (FIN)
3 Juha Oikarainen (FIN)
4 Mindaugas Dvylaitis (LIT)
5 Thibaut Le Brun (FRA)
6 Paulus Kavelis
7 Jouni Viitamäki (FIN)
8 Denas Damskis
9 Mikael Lapaz (FRA)
10 Pierre Bertrand (FRA)
11 Kalle Haukka (FIN)
12 Jarno Vilen (FIN)
13 Robert Glojnaric (GER)
14 Tatu Lattu (FIN)
15 Konsta Kuorikoski (FIN)
16 Thomas Häni (SUI)

Frankfurter erfolgreich bei den Dutch Open

Erfolgreich verliefen die stark besetzten Dutch Open für die zwölf teilnehmenden Spielerinnen und Spieler des Deutschen Showdown Verbandes.
Bei den Frauen zeigte Antje Samoray eine souveräne Leistung und musste sich erst im Finale der Weltranglistenersten Elzbieta Mielczarek aus Polen geschlagen geben.
Sabrina Schmitz belegt einen sehr guten siebten Platz.
Bei den Männern belegten Martin Osewald, Benjamin Neue und Robert Glojnaric in der ersten Runde jeweils den zweiten Platz ihrer Gruppe und zogen damit in die Runde der letzten 12 ein. Dort erreichte Benjamin Neue aus Berlin den vierten Platz und zog ins Viertelfinale ein. Dieses verlor er zwar, gewann aber dann die Begegnung um Platz sechs und war damit bestplatzierter Mann aus Deutschland.
Die beiden Frankfurter Martin Osewald und Robert Glojnaric gewannen jeweils ein Spiel der zweiten Runde, was für Martin Osewald den fünften Platz in seiner Gruppe bedeutete, während es für Robert Gloinaric - der fast sensationell den späteren Bronzemedaillengewinner Lukasz Byczkowski aus Polen besiegte - wegen des schlechteren Satzverhältnisses nur zu Platz sechs reichte.
Während Martin Osewald sein anschließendes Platzierungsspiel verlor und Zehnter wurde, gewann Robert Glojnarich sein Platzierungsspiel und wurde Elfter.

Hermann Schladt

Final Ranking Gentlemen

1. Leander Sachs
2. Adrian Sloninka
3. Lukasz Byczkowski
4. Pierre Bertrand
5. Krystian Kisiel
6. Benjamin Neue (D)
7. Michael Lapaz
8. Ondrej Kodet
9. Luigi Abate
10. Martin Osewald (D) - Frankfurt
11. Robert Glojnaric (D) - Frankfurt
12. Jérémy Travert
13. Thibaut le Brun
14. Bertrand Laine
15. Rinaldo Massola
16. Denis Calonne
17. Pavel David
18. Murat Altunok (D)
19. Richard Gooijers
20. Fabio Santini
21. Thomas Giese (D)
22. Nicola Vincenti
23. Costante Piantoni
24. Antonio Michienzi (D)
25. Andreas Schmitz (D)
26. Philip Naraschkewitz(D)
27. Frank Wolkers
28. Bjarne Rytter Sörensen
29. Vincenzo Di Bari

1. Elzbieta Mielczarek
2. Antje Samoray (D
3. Graziana Mauro
4. Nicky Corstanje
5. Aleksandra Chrzanowska
6. Sévrine Mesnil
7. Sabrina Schmitz (D)
8. Emanuela Pontiroli
9. Helma van der Boom
10. Daniela De Nuzzo
11. Francesca Buttitta
12. Joanna Pozarycka
13. Pasqualina Da Pozzo
14. Brigitte Otto-Lange (D)
15. Bettina Stefan (D)

3-Nations Showdown Tournament 2014 in Fredericia,Dänemark: 25. bis 28.09.14

Zu diesem Drei-Länder-Turnier machte sich die bislang größte Gruppe von Showdown-Spielern , Schiedsrichtern und Betreuern auf den Weg zu einem Internationalen Turnier. Wir reisten mit 21 Personen (drei Spielerinnen und 10 Spielern, 2Schiedsrichterinnen und 6 Betreuerinnen und Betreuern) nach Dänemark zu deren erstem Drei-Länderturnier.

Wir haben vor Ort beschlossen, dass kein Bericht einer einzelnen Person gestaltet werden soll, sondern, im Folgenden eine Bericht-Kollage zu lesen ist. Deshalb sind Wiederholungen enthalten.

Thorsten Wolf:

die tollen Tage in Dänemark liegen hinter uns. Ein dickes Dankeschön an alle Beteiligten. Unterbringung, Organisation und Verpflegung waren großartig. Das Haus bot beste Spielbedingungen.


Murat Altunok:

Der Aufenthalt im barrierefreien Hotel Flugsangcentret in Fredericia war sehr schön. Die Räumlichkeiten sind bequem eingerichtet, das Personal ist überaus freundlich und das Essen ist hervorragend. Die Organisation und Durchführung des Turniers war nicht zu übertreffen.


Philip Naraschkewitz:

Ich fand die gesamte Atmosphäre toll, aber die Sauna war Super! Der Service war auch Super klasse! Die Bar war allerdings für solch eine große Gruppe ein bisschen zu klein!


Eli Osewald - Zum Spiel-Modus:

22 Männer (20 Anwesende) und 16 Frauen spielten am ersten Tag in drei Frauen- und vier Männer-Gruppen deren Platzierungen aus.

Aus jeder Gruppe kamen die ersten Beiden in den vorderen Bereich, der die ersten Plätze auszutragen hatte. Im hinteren Bereich gab es noch zwei Platzierungsbereiche. Somit wurden also alle Spieler, entsprechend ihres Gruppenergebnisses, in drei Bereiche einsortiert.

Da es insgesamt sehr viele lange, auch viele Dreisatz-Spiele, gab, wurde am zweiten tag eine fünfte Platte eingesetzt.

Die am Abend stattgefundenen Finales begannen nach dem Abendessen: Die Spiele um die Plätze drei wurden parallel gespielt. Die Damen gingen dabei über die kompletten fünf Sätze. Somit verzögerte sich das Damen-Finale zwischen Antje und Stine. Auch dieses lief sehr spannend über fünf Sätze. Hiernach gewann Bennie über drei Sätze.

Die Schiedsrichter wurden in Dänemark mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert, da nicht mit Score-Sheets sondern mit Flip-Charts gearbeitet wird. Diese Flip-Charts sind Bretter (ca. 40 x 30 cm), auf denen mit Ringen Kärtchen sowohl für den Punktestand als auch die Aufschläge befestigt waren. Durch die Befestigung an den Ringen konnten sie problemlos umgeklappt werden. Diese Kärtchen waren sowohl in Schwarzschrift als auch in Braille beschriftet und dadurch auch für blinde Schiedsrichter nutzbar. Nach Beendigung der Spiele wurde per Handy, welches in jedem Spielraum auslag, der Matchtable verständigt, dass der jeweilige Tisch frei sei. So konnten die folgenden Spiele zügig vergeben werden.


Thomas Giese:

Das Turnier war aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Und das nicht nur wegen des Ergebnisses der Deutschen Mannschaft. Die Organisatoren hatten den idealen Spielort ausgesucht. Hier klappte einfach alles.

Was den Ablauf der Spiele und die Kommunikation dieser angeht, gingen die Veranstalter neue Wege die sich hervorragend bewährten. So wurden den Tischen nicht einzelne Spiele zugeordnet, sondern die Spiele bekamen fortlaufende Nummern. In dieser Reihenfolge wurden die Spiele aufgerufen und einem leeren Tisch zugeordnet. Das garantierte einen zügigen Ablauf . Zum Start der ersten Runde und vor Beginn jeder weiteren wurden die Paarungen mit ihren Spielnummern angesagt. Somit hatte jeder schon mal eine Ahnung, wann sein Spiel an der Reihe ist. Wer es sich nicht merken konnte, hatte die Möglichkeit, sich auf einer für das Turnier eingerichteten Internetseite zu informieren. Hier standen auch die Ergebnisse der schon gespielten Paarungen. Was ich so noch bei keinem Turnier erlebt habe und was einfach super war, dass jedes neue Spiel mit Nummer, Spielern, Schiedsrichter und Tischnummer über Lautsprecher im Aufenthaltsraum der Spieler aufgerufen wurde. Auf diesem Wege wurden auch die Ergebnisse bekannt gegeben. So war jeder zu jeder Zeit sehr gut informiert. Dank den Organisatoren dafür, dass sie den Mut hatten Neues auszuprobieren und dass alles so hervorragend funktioniert hat.


Karl-Heinz und Liliana Schwarz, Roberts Eltern - Selbst keine Spieler - Begleitpersonen:

Wir waren das erste Mal bei einem Turnier außerhalb von Deutschland dabei und sind begeistert vom Hotel und vor Allem von den Menschen die wir kennen lernen durften. Es war eine ausgesprochene Freude mit diesen fröhlichen Menschen. Das Hotel, bzw. der Veranstaltungsort, waren für uns die größte Überraschung. Das Hotel ist hervorragend für blinde Menschen sowie für uns Sehende eingerichtet,  das Personal flink, zuvorkommend, humorvoll und kompetent. Glückwunsch an den Veranstalter, die Organisatoren waren mit viel Geschick und Herzblut bei der Sache. Für die nächsten Turniere hängt für uns die Latte jetzt sehr hoch. Viel Freude hatten wir auch bei den vielen spannenden Matches die wir uns ansahen.


Heiko Kuhlmann:

Am Donnerstag 25.09. machten meine Frau Karin und ich uns voller Vorfreude auf den Weg nach Fredericia, Dänemark. Am dortigen Bahnhof wurden wir von Magnus sehr freundlich und herzlich empfangen und zum Hotel gebracht.

Am Freitag und Samstag fanden dann die Showdownspiele statt. Abreise war am Sonntag, 28.09.2014.

Die Spiele, sowie das gesamte Turnier waren hervorragend organisiert und aus meiner Sicht gab es absolut nichts zu beanstanden.

Das Service-Personal, die vielen Helfer sowie die Schiedsrichter waren durchweg sehr nett, freundlich und stets Hilfsbereit und immer ansprechbar.

Wir haben auch viele Kontakte mit den Dänischen Spielerinnen und Spielern sowie den Organisatoren geknüpft und hatten sehr viel Spass zusammen. Die Kommunikation ging zuweilen 3-sprachig ab. Deutsch, englisch und versuchsweise dänisch.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich sehr positiv von den Dänen beeindruckt war, was die Barrierefreiheit und die Selbstverständlichkeit mit Menschen mit Handycap umzugehen angeht.

Als Beispiele mag ich anführen: Das Heben des Armes im Restaurant sorgte dafür, dass nach kurzer Zeit eine Service-Kraft erschien und die Wünsche entgegen nahm. Des weiteren hatten wir außerhalb das Erlebnis, dass uns ein Däne beim Spaziergang ansprach und uns auf eine große Pfütze aufmerksam machte und auf die Ausrutsch-Gefahr.

Fazit: Wir waren restlos begeistert und hoffen auf weitere Turniere dieser art. Wir kommen sehr gern wieder.


Manou Schad - Schiedsrichterin: 

Das drei-Länder-Turnier in Dänemark war für mich das erste internationale Turnier das ich besuchen durfte. Es war eine super schöne und interessante Erfahrung. Alle Schiedsrichter haben mich unterstützt und mit der Hilfe von Gabi Boster konnte ich meine Teilweise fehlenden Englischkenntnisse ausgleichen. Auch für meinen Vater Heiner Schad war es das erste internationale Turnier und umso stolzer sind wir auf ihn, dass er den 13. Platz belegt hat. Auch er konnte viele Erfahrungen sammeln und seine Spielweise verbessern.


Mirien Carvalho Rodrigues:

Für mich als Showdown-Greenhorn war das Turnier in Fredericia der ideale Einstieg. Einerseits waren noch andere weniger erfahrene Spielerinnen dabei, sodass ich auch zu Erfolgserlebnissen kam, andererseits konnte ich jede Menge Tipps von den alten Hasen mitnehmen. Ob es das hervorragend auf blinde Gäste und ihre Führhunde eingerichtete Hotel war, der vorherrschende Teamgeist oder die Erfahrung, auf einer spiegelglatten Platte zu spielen und in Dreisatz-Spielen mein Bestes zu geben – alles zusammen ergibt ein unvergessliches Erlebnis, das ich allen weiterempfehlen möchte, ganz besonders vollblinden Spielerinnen und Spielern, die ganz allein oder mit Führhund reisen.

Eli Osewald:

Nach unserer Ankunft wurden wir einmal durch die verschiedenen Bereiche geführt, damit wir einen ersten Eindruck bekommen konnten. Wir wurden dabei auch auf die besonders tollen und strukturierten Beschriftungen hingewiesen, die mir während des Aufenthalts mehrfach geholfen hatten. Ich habe mich gerne ohne sehende Begleitung bewegt und fand mich meistens zu recht. War dies einmal nicht der Fall, konnte ich die Blindenschrift überall auffinden. Auch die Orientierungshilfen im Fußboden waren eine große Hilfe. So war auch der Schwimmbad-Besuch völlig unkompliziert möglich, was nach einem, doch auch anstrengenden Spieltag, eine wohltuende Entspannung brachte. Der Service im Restaurantbereich war unglaublich aufmerksam. Solch eine Freundlichkeit, auch die Bereitschaft, sowohl auf deutsch wie auf englisch die Kommunikation zu führen die Geduld nachzufragen, bis alle Unklarheiten geregelt waren, das ist außergewöhnlich und habe ich so noch nie erlebt.

Über meine acht Spiele möchte ich hier im Einzelnen gar nicht viel berichten. Aus meiner Sicht war es mein am stärksten gespieltes Turnier und ich habe viel dabei gelernt und für mich mitgenommen.

Danken möchte ich der Gruppe, die homogen und freundlich miteinander war. Es wurde versucht, sich gegenseitig durch Coachen zu unterstützen, was durch parallellaufende Spiele nicht immer bei jeder deutschen Beteiligung geklappt hatte. Durch die angesagten Spiel-Nummern wußte man in etwa, wie lange es noch bis zum eigenen Spiel dauern würde. Das gab einem viel Freiheit zu entscheiden, ob noch Zeit genug ist, ein Spiel anzusehen oder sich für einen kleinen Moment zurückzuziehen.

Ganz wichtig ist für mich, dass ich das Gefühl habe, solch ein Turnier auch ganz alleine, ohne sehende Begleitperson besuchen zu können. Denn dieses Gefühl schränkt mich nicht ein, sondern bestärkt meine Selbständigkeit. Vor Ort kann ich alles alleine regeln, aber, wenn ich merke, dass ich es nicht mehr schaffe, zu wissen, dass ich auf den hervorragenden Service jeder Zeit zurückgreifen. kann, bestärkt das eigene Selbstwertgefühl enorm.

Deshalb möchte ich mich bei den Ausrichtern für die Wahl dieser Location für die tolle Organisation und Durchführung dieses schönen Turniers bedanken. Für mich war es das bislang schönste internationale Showdown-turnier.



Final result

Women

1 Antje Samoray (DE)

2 Stine Skovbon (DK)

3 Anja Støvring (DK)

4 Tove Knudsen (DK)

5 Anni Erichsen (DK)

6 Ann Howalt (DK)

7 Elvira Osewald (DE)

8 Stinne Brinch Christensen (DK)

9 Lone Møller (DK)

10 Hanne Grethe Sørensenv

11 Mirien Carvalho Rodrigues (DE)

12 Michelle Lyngholt (DK)

13 Marlene Pedersen (DK)

14 Karen Margrethe Hansen (DK)

15 Jytte Brauner Gade (DK)

16 Jeanet Høst (DK)



Men

1 Benjamin Neue (DE)

2 Jørn Rosendal Pedersen (DK)

3 Mario Rosenbaum (DE)

4 Thomas Giese (DE)

5 Brian Winther Knudsen (DK)

6 Rainer Gundlach (DE)

7 Per Muff Jensen (DK)

8 Tom Fraenkel (DK)

9 Murat Altunok (DE)

10 Robert Glojnaric (DE)

11 Søren K. Lind (DK)

12 Hans Christian Bruun-Petersen (DK)

13 Heiner Schad (DE)

14 Philip Naraschkevitz (DE)

15 Jørgen Bang (DK)

16 Heiko Kuhlmann (DE)

17 Poul Villadsen (DK)

18 Torsten Wolf (DE)

19 Carsten Gade (DK)

20 Michael Nielsen (DK)

21 Krister Olenmo (SE)

22 Bjarne Rytter Sørensen (DK)

Sonntag, 19. Juni 2016

Südwestdeutsche Meisterschaft 2014 - Interessante, unerwartete Platzierungen


Seit vier Jahren trägt der SV Blau-Gelb Frankfurt e. V. im November die Südwestdeutsche Meisterschaft als Qualifikationsturnier für die nächste anstehende Deutsche Meisterschaft aus. Das Turnier fand am Wochenende vom 22. bis 23.11.2014 mit 24 vorqualifizierten Spielerinnen und Spielern sowie fünf Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern statt.
In der ersten Runde wurden in vier 6er-Gruppen die ersten 16 Spielerinnen und Spieler ermittelt. Hier gab es schon die ersten „Überraschungen“. So konnten sich Oliver und Bianka Naser leider nicht weiter qualifizieren.
In der zweiten Runde galt es, sich in seiner jetzigen 4er-Gruppe auf Platz eins oder zwei zu spielen, um für die Deutsche Meisterschaft direkt qualifiziert zu sein. Dies schafften einige junge Spielerinnen und Spieler aus Marburg. Dafür erreichten Stefan Collet und Horst Griffaton aus Kassel und Eli Osewald aus Frankfurt dieses Ziel nicht.
Da die Region Südwest neun Spielerinnen und Spieler zur Deutschen Meisterschaft 2015 entsenden darf, galt es, sich im K.O.-System noch auf den 9. Platz zu spielen. Diese Chance hatten alle restlichen 8 der zweiten Runde.
Über diese drei K.O.-Spiele setzte sich Stefan Collet aus Kassel durch und holte sich den 9. Platz.
Christian Frenzel, ein junger Spieler aus Marburg, der über ein Jahr regelmäßig im Frankfurter Training bei der Showdown-Gruppe ausgebildet wurde, machte einen Durchmarsch und konnte erst beim Einzug ins Finale durch den Frankfurter Spieler Martin Osewald gestoppt werden. Auch der Gewinner des Wanderpokals der Südwestdeutschen Meisterschaft 2014, Deniz Kürtoglu aus Kassel, der auch an der Deutschen Meisterschaft 2014 den vierten Platz belegte, wurde unerwartet zunächst vom Frankfurter Spieler Robert Glojnaric besiegt.
Im Spiel um Platz drei hatte der junge Marburger Spieler Christian Frenzel den erfahrenen Deniz Kürtoglu im Griff und entschied das Spiel für sich. Somit war die Freude des im Januar 2014 neu gegründeten Standortes in Marburg enorm.
Im Finale gab es ein Frankfurter Duell: Martin Osewald, Teilnehmer der Europameisterschaft 2014 und Weltmeisterschaft 2015, spielte über drei Sätze gegen seinen Vereinskameraden Robert Glojnaric, der überhaupt erst seit Mai 2013 mit Begeisterung bei Showdown ist.
Robert hatte durch seine sehr platzierten Schüsse in die Ecken seinen Trainer Martin im Griff und besiegte diesen überragend.
Insgesamt war die Stimmung sehr gut. Die Spiele wurden mit viel Ehrgeiz, aber sehr sportlich und fair, ausgetragen.
Den Schiedsrichtern und dem EDV-Leiter sei hier explizit gedankt.
Hier die Ergebnisliste, die ersten neun dürfen sich auf die Deutsche Meisterschaft im April 2015 freuen! Herzliche Glückwünsche!

Südwestdeutsche Meisterschaft als Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft 2015 in Showdown (Tischball) - Frankfurt richtet zum 4. mal aus!

Einen Tisch, zwei Spieler und einen kleinen gelben Ball, einen Schläger - mehr braucht man für Showdown fast nicht.


Seit vier Jahren bietet der SV Blau-Gelb Frankfurt e. V. die Sportart für Blinde und Sehbehinderte an. Und zum vierten mal trägt die kleine Showdown-Abteilung in Frankfurt die Südwestdeutsche Meisterschaft aus.

Aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen konnten sich über Vorrunden-Turniere insgesamt 24 Spielerinnen und Spieler qualifizieren.


Am Wochenende vom 22. bis zum 23.11.2014 findet die 4. Südwestdeutsche Meisterschaft in den Räumen des SV Blau-Gelb Frankfurt e.V., Am Ginnheimer Wäldchen 4, Frankfurt Main, statt.

„Einen fairen Umgang und keine Diskussionen, viel Freude an den Spielen und gute Stimmung unter allen Teilnehmenden“ wünscht sich Eli Osewald, Abteilungsleiterin der Frankfurter Gruppe und Regionalleiterin Südwest.

Aus den Standorten Mainz, Würzburg und Nürnberg nimmt je eine Person teil, Aus Kassel reisen vier Teilnehmende an, aus Frankfurt konnten sich sieben qualifizieren. Aus Marburg, einem sehr jungen und großen Standort nehmen sogar 10 Spielerinnen und Spieler teil.


5 Schiedsrichter, davon eine sogar aus Dortmund, werden die rund 120 Spiele an drei Platten über zwei Tage leiten.

Frankfurt erhofft sich, den im letzten Jahr ausgegebenen Wanderpokal in diesem Jahr von Kassel zu erobern. Vielleicht gelingt dies Martin Osewald, der 3. der diesjährigen Deutschen Meisterschaft, der auch im nächsten Jahr Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Seoul vertritt.

Gäste sind herzlich willkommen, werden jedoch gebeten, die Spielräume nur während der Pausen zu betreten oder zu verlassen.


Weitere Informationen über das Spiel sind auf:

www.showdown-germany.de

zu finden.


Wir wünschen uns ein tolles Turnier, natürlich auch für unsere Turnierspieler Robert, Eli und Martin, die, aus Frankfurter Sicht, neben den Kasseler Spielern und einem Marburger Spieler, die Favoriten-Rolle einnehmen und hoffen auf ein faires Turnier.

Hermann Schladt - Chef-Schiedsrichter am Turnier und Ansprechpartner: vssinternet@googlemail.com

Erster Hercules-Cup in Kassel - Kann daraus eine Hessische Meisterschaft werden?


Am 12.07.2014 trafen sich 12 Spielerinnen und Spieler der Hessischen Standorte Frankfurt, Marburg und Kassel bei der Behinderten-Sport-Gemeinschaft (BSG) Kassel e.V. zum ersten, in Kassel organisierten Turnier.

Bereits vor dem offiziellen Turnier-Beginn waren zwei neue Schiedsrichterinnen im Einsatz, um ein kleines Turnier von sehenden Jugendlichen an der Showdown-Platte zu pfeiffen.

Mittags begann dann das Turnier unter der Schiedsrichter-Leitung von Hermann Schladt aus Frankfurt. Birgit Vogt aus Marburg übernahm bei ihrem zweiten Turnier-Einsatz bereits die Anleitung einer ganz neuen Schiedsrichterin in einer Gruppe, Hermann hatte in der zweiten Gruppe ebenfalls eine neue Schiedsrichterin an seiner Seite. Johanna und Tanja wurden zuvor in mehreren Trainings-Einheiten durch die BSG-Showdown-Gruppe gut auf das Turnier vorbereitet.

Damit keiner während des Turniers mit grummelndem Magen an der Platte stehen musste, gab es ein tolles Verpflegungsangebot. Hierfür konnte die Showdown-Abteilung auf tatkräftige Unterstützung anderer Vereinsmitglieder der BSG zurückgreifen. Aufgrund des schönen Wetters konnten sich die Turnier-Akteure im Freien aufhalten. Die mitgebrachten Kinder waren am nahegelegenen See mit Strand baden und spielen und hatten somit auch ihre Beschäftigung.

In zwei Sechser-Gruppen, deren Einteilung gerecht nach Spielerstärke und Vereinszugehörigkeit vorgenommen wurde, spielte jeder gegen jeden über zwei Gewinnsätze. Gerade die drei Marburger Spielerinnen und Spieler, von denen Bettina und Sarah erst rund ein halbes Jahr spielen, machten den „Alten Hasen“ manchen Satz nicht leicht zu gewinnen.

Martin aus Frankfurt dominierte seine Gruppe klar und wurde, ohne einen Satz abzugeben, Gruppen-Erster. Birgit aus Kassel setzte sich gegen ihren Vereinskameraden Stefan durch und wurde zweite dieser Gruppe.

In der anderen Gruppe gewann Eli (Frankfurt) ihr Spiel gegen Horst (Kassel), gegen den sie noch an der Süddeutschen Meisterschaft im vergangenen Jahr verlor. Auch Deniz aus Kassel nahm sie einen Satz ab und wurde Gruppen-Zweite. Deniz machte, bis auf diesen einen Satz, seinen Durchmarsch zum Gruppensieg.



Nach dieser Runde wurden die Plätze 5 bis 12 direkt ausgespielt, paralell dazu liefen die zwei Halbfinals: Ein Frankfurter Ehepaar-Duell und ein Kasseler BSG-Duell. Dabei haben es die Frauen den Männern nicht leicht gemacht. Birgit nahm Deniz einen Satz ab, musste ihm aber den Sieg überlassen. Eli kämpfte im ersten Satz, konnte ihr Führungsergebnis gegen Martin aber nicht halten und verlor dann doch über zwei Sätze. Im Spiel um Platz drei hatte Birgit das größere Durchhalte-Vermögen und gewann deutlich gegen Eli. Martin besiegte Deniz klar über zwei Sätze.

Nach einer netten Siegerehrung, bei der jedem einzelnen Helfer gedankt wurde, denn die Helfer und Schiedsrichter haben allesamt enorme Arbeit geleistet, wurde gemeinsam gegrillt und somit kam es zu einem schönen, gemütlichen Abend.

„Ihr Kasseler! Das habt ihr wirklich prima gemacht! Ein toll organisiertes Turnier! Wir würden uns auf eine Hessenmeisterschaft bei euch sehr freuen!“ Ich hoffe, das darf ich so im Nahmen aller Beteiligten schreiben.



Platzierungen:

12. Helmut Ernst, Kassel

11. Jürgen Becker, Frankfurt

10. Alexandra Grünauer, Frankfurt

9. Bernd Kerseboom, Marburg

8. Sarah Haake, Marburg

7. Bettina Stefan, Marburg

6. Horst Griffaton, Kassel

5. Stefan Collet, Kassel

4. Eli Osewald, Frankfurt

3. Birgit Riester, Kassel

2. Deniz Kürtoglu, Kassel

1. Martin Osewald, Frankfurt

Deutsche Meisterschaft in Showdown 2014


Vom 04.04.2014 bis zum 06.04.2014 fand in Frankfurt im Relexa-Hotel, Lurgiallee 2, die vierte Deutsche Meisterschaft in Showdown statt. Showdown, oder auch Tischball, eine Sportart, die speziell für blinde und sehbehinderte Sportlerinnen und Sportler geschaffen wurde, ist am ehesten als Mischung aus Tischtennis und Air-Hockey zu verstehen. Da jedoch alle Spielerinnen und Spieler eine Dunkelbrille tragen müssen, dürfen an nationalen Turnieren, also auch an der DM, auch sehende Spielerinnen und Spieler teilnehmen, sofern sie sich über die zuvor stattgefundenen Qualifikationsturniere in den vier deutschlandweiten Regionen qualifizieren konnten.



So nahm auch bei dieser Deutschen Meisterschaft eine vollsehende Spielerin teil, die gleichzeitig auch als Trainerin und Betreuerin für die anderen Spieler ihres Vereins fungierte.

Insgesamt spielten 32 Spielerinnen und Spieler über drei Tage an vier Showdown-Platten die Meisterschaft aus. Geleitet wurden die über 150 Einzelspiele (je zwei Gewinn-Sätze) von insgesamt acht sehenden Schiedsrichtern. Dabei wurden alle 32 Plätze ausgespielt. 

Informationen zum Spiel und weitere Medien-Berichte sind unter www.showdown-germany.de  zu finden.

Die diesjährige Deutsche Meisterschaft war die erste, die von einem Verein als Ausrichter - hier der SV Blau-Gelb Frankfurt e.V. mit seiner Showdown-Abteilung - selbst organisiert wurde. Frühere Meisterschaften wurden vom Deutschen Blinden- und Sehbehinderten-Verband e.V. (DVBS) Zentral organisiert und ausgerichtet und von der Aktion Mensch finanziell unterstützt.



Bereits seit November 2012 ist das kleine Organisations-Team mit der Planung und Durchführung der DM 2014 beschäftigt gewesen. Hierbei haben folgende Personen folgende Aufgaben übernommen:

- Klaus Grätz: Organisation und Sicherstellung der Finanzierung, Schriftverkehr und Kontakt zu allen Förderern

- Hermann Schladt: Trainer und Schiedsrichter der Frankfurter Showdown-Abteilung, unterstützte Herrn Grätz in der Pressearbeit und stand Eli Osewald bei allen Fragen und Planungen zur Seite

- Martin Osewald: Auf- und Abbau der Showdown-Platten vor und nach der DM, hielt seiner Frau bei der umfangreichen Organisation den Rücken innerhalb deren Familie frei.

- Karl-Hein Schwarz: Vater des Frankfurter Spielers Robert Glojnaric, unterstützte durch seinen Einsatz während der DM und war für die EDV zuständig.

- Eli Osewald: Abteilungsleiterin Showdown im Frankfurter Verein, Showdown-Komitee-Mitglied, dort Vertreterin der Region Südwest, führte die Hotel-Verhandlungen und koordinierte die Spieler-Anmeldungen, Zimmer-Buchungen und den DM-Modus. Bei ihr flossen alle Informationen gebündelt zusammen.



Dem SV Blau-Gelb Frankfurt ist es so gelungen, zahlreiche Unterstützer für diese Meisterschaft zu gewinnen. Neben Ihnen als Hauptförderer beteiligten sich die Stadt Frankfurt, wie auch das Land Hessen und das Relexa-Hotel selbst. So konnte die Veranstaltung in einem würdigen Rahmen stattfinden.



Die 32 qualifizierten Spielerinnen und Spieler, Männer und Frauen gemischt, kamen im Wesentlichen aus:

Berlin, Cottbus, Quedlinburg, Hamburg, Bremen, Hannover, Moers, Dortmund, Kassel, Marburg und Frankfurt.



Vier der acht Schiedsrichter kamen aus Berlin, eine, noch nicht Volljährige, aus Bremen und je eine Schiedsrichterin aus Münster, Dortmund und Kassel. Bislang gibt es keine offiziellen "Schiedsrichter-Scheine" für Showdown, sondern im Rahmen von kleineren Turnieren wird erlebt, wer sich für das Schiedsen eignet. Die Schiedsrichter wurden bundesweit über den DBSV e.V. zur DM eingeladen und benannt.



Im Herbst 2013 gab es in vier Regional-Turnieren die Qualifikationen zur jetzigen DM.

Jede Region durfte sieben qualifizierte Spielerinnen und Spieler zur DM entsenden. Zwei Plätze wurden leistungsbezogen, ein Platz an die Region der letzjährigen Siegerin, Antje Samoray, also Region Ost,, und einer an den zweitplatzieren, Region Nord, vergeben. Die Showdown-Abteilung des SV Blau-Gelb erhielt als Ausrichter für seine Arbeit zwei Wildcards zu freien Vergabe.

Da sich der Ausrichter zwei Platten aus Marburg ausgeliehen hatte, bekam eine dieser Ausrichter-Wildcards Antonio Michienzi aus Marburg, der die Qualifikation knapp verpasste und sich intensiv um den Aufbau des Standortes Marburg kümmerte. Die zweite Wildcard erhielt die Frankfurter Spielerin Bianka Naser. Sie war zweite der Frankfurter Vereinsmeisterschaft im September 2013..



Im Zuge der spielerischen Vorbereitungen auf die letztjährige Qualifikation im November in Frankfurt, kamen drei Spieler aus Marburg ein Jahr lang regelmäßig nach Frankfurt zum Training. Sie erlernten hierbei nicht nur das Spiel und all die teils verzwickten Regeln, sondern nahmen viele Aspekte mit, wie ein Training aufgebaut werden kann. Denn Marburg war im Aufbau eines eigenen Standortes und spielt seit November 2013 mit rund 20 Interessierten an zwei Abenden pro Woche an ihren zwei Platten. Hierdurch hat sich unter den Spielern der Standorte Frankfurt und Marburg eine schöne Freundschaft entwickelt. Auch mit Kassel haben diese beiden Standorte gute Kontakte. Kassel plant für Juli 2014 ein Freundschaftsturnier, das auch als „Hessenmeisterschaft“ bezeichnet werden könnte.





Aus Frankfurt nahmen insgesamt vier Spielerinnen und Spieler an dieser DM Teil:

Robert Glojnaric, der erst seit 10 Monaten trainiert, hatte sich im letzten Jahr sofort für die DM qualifiziert. Bianka Naser, Martin und Eli Osewald nahmen bereits in den letzten Jahren regelmäßig an der DM teil.



Roberts Vater, Herr Schwarz, übernahm die EDV-Arbeit, bei der er von Herrn Schladt unterstützt wurde. Herr Schladt übernahm für Eli Osewald, die als Spielerin dabei war, die gesamte Koordination während des Turniers und war Ansprechpartner für alle Bereiche.



Zu den Favoriten zählten Antje Samoray (Berlin), Mario Kratzer (Hamburg), aber auch Deniz Kürtoglu aus Kassel. Alle drei waren im letzten Jahr bei der Weltmeisterschaft in Slowenien dabei.



Die vier Frankfurter Spielerinnen und Spieler wurden vor der DM von Trainerseite wie folgt eingeschätzt:

Martin Osewald war im letzten Jahr 7. und könnte sich dort behaupten oder verbessern. Bianka war immer im Bereich 14-24 und würde sich vermutlich dort einsortieren.

Bei Robert zählte das „Dabeisein“ als Neuling der Abteilung. Eli war immer im Bereich 9-15 und man wünschte, dass sie diese Platzierung halten können würde.



Als Herausforderung stand vermutlich für alle in erster Linie das Dabeisein, aber Eli und Martin hatten auch die Chance, sich für einen Platz an der im August 2014 in Schweden stattfindenden Europameisterschaft, zu der Deutschland (Sehgeschädigte im Sinne der Vorgabe der IBSA) zwei Männer und zwei Frauen entsenden darf, zu qualifizieren.



Dann war es so weit:

Am 04.04. begann die Veranstaltung mit der Schiedsrichter-Besprechung. In der anschließenden Begrüßung wurden auf wenige grundsätzliche Dinge von Seiten des Ausrichters und der Schiedsrichter hingewiesen. Wichtig ist, dass zum Beispiel ab der Aufwärm-Spielzeit die verpflichtend zu tragenden Dunkelbrillen nicht mehr berührt werden dürfen, es sei denn, der Spieler holt sich vom anwesenden Schiedsrichter die Genehmigung dazu. Auch müssen die Schläger regelgerecht sein, dafür wurden diese nach der Begrüßung ausgemessen und an manchen Schlägern mussten die Spieler selbst noch sägen und feilen.



Dann ging es pünktlich los!



Anwesende Schiedsrichter dürfen keine Spielerinnen und Spieler coachen. Da nicht jeder eine Begleitperson dabei hatte, halfen sich die Teilnehmer untereinander gegenseitig, sofern sie nicht selbst spielen mussten. Auch ein blinder Spieler kann als Coach unterstützen. Er hört die Spielweise seines „Schützlings“ und merkt, wo dieser Stärken und Schwächen hat, ob dieser vielleicht nur mentale Unterstützung benötigt. Ein Vorteil ist es natürlich, wenn ein Coach sehend ist. Und wenn dieser gleichzeitig auch als Spieler dabei ist und seinen blinden Partner unterstützen kann, so ist dies sehr hilfreich. Selbst Standort-Übergreifend halfen sich die Spielerinnen und Spieler, ohne dabei nur den eigenen Vorteil zu sehen. Die Hilfsbereitschaft und Fairness gegenseitig war am gesamten Turnier zu spüren. Pro Satz darf ein Spieler oder sein Coach eine einminütige Auszeit nehmen, in der sich die beiden beraten dürfen, um Spielweise oder persönliches Befinden zu klären und Maßnahmen zu besprechen.



Dieses gegenseitige Coachen, die gegenseitige Unterstützung, außerhalb der Spiele auch durch die Schiedsrichter, das empfinden wir als Ausrichter als Inklusion!





An vier Platten wurden nacheinander in 8 Vierer-Gruppen die ersten Ausscheidungen gespielt. Erst gegen 20.00 Uhr waren diese Spiele fertig und acht Spieler wussten, dass sie am nächsten Tag ihre Platzierungen um die Plätze 25 bis 32 ausspielen würden.

Die anderen 24 Spielerinnen und Spieler wurden in vier Sechser-Gruppen nach einem bereits zuvor feststehenden System sortiert und spielten dort je drei Gruppenspiele. Die bereits am Vortag erspielten Ergebnisse wurden übernommen.

Während der Spielpausen war eine gute Stimmung zu spüren. Es wurde sich viel unterhalten und ausgetauscht. Auch kamen, übers Wochenende verteilt, ein paar Gäste, auch der Vereinsvorstand des SV Blau-Gelb war mit zwei seiner Mitgliedern dabei.

Ab Samstag Mittag waren die ersten Überraschungen erkennbar. Mancher erfahrene Spieler wusste, dass er im Bereich 17 bis 24 seine Platzierung finden würde, mancher Neuling qualifizierte sich für den Bereich eins bis 16 und spielte am Nachmittag eine weitere Gruppenphase mit.

Wieder erst gegen 20.00 Uhr waren alle Spiele beendet und die Teilnehmer konnten ihr wohlverdientes Abendessen am, so wurde es dem Ausrichter signalisiert, sehr leckeren Buffet zu sich nehmen.

Einige Spielerinnen und Spieler kannten nun schon ihre Platzierung und konnten feiern oder waren vielleicht auch ein Bisschen enttäuscht.

Am Sonntag galt es für die ersten acht Spielerinnen und Spieler eine vierte Qualifikationsrunde in zwei Gruppen auszuspielen. Erst danach fanden Überkreuz-Spiele und die Platzierungsspiele statt.

Zeitlich etwas knapp, begann um 12.20 Uhr das kleine Finale um Platz drei und vier, welches ein „Hessen-Duell“ war. Dieses wurde über drei Gewinnsätze gespielt. Nach einem klaren ersten Satz für Deniz, konnte Martin drei Sätze hintereinander für sich entscheiden und belegte einen tollen dritten Platz.

Im Finale, auch über drei Gewinnsätze, gab es dagegen ein „Berlin-Duell“: Antje, die bislang jede Deutsche Meisterschaft im Showdown gewann, holte sich gegen Benjamin den ersten Satz. Am Ende hatte er „die Nase vorn“ und wurde Deutscher Meister! Herzlichen Glückwunsch!

Nach diesen vielen schönen, spannenden Spielen, durften wir eine durch Herrn Schladt geleitete, gelungene Siegerehrung mit einigen Gästen unserer Förderer erleben. Alle Spielerinnen und Spieler erhielten eine barrierefrei gestaltete Urkunde, deren Kosten die Bezirksgruppe Frankfurt des BSBH e.V. übernommen hat. Die Leiterin der Bezirksgruppe, Frau Lohner, überreichte einen Teil dieser Urkunden den Spielerinnen und Spielern. Die ersten drei Platzierten erhielten einen Zinnteller mit einem Frankfurt-Motiv und Showdown-Gravur, welche durch die Frankfurter Sparkasse gespendet wurden.



Auch wenn nicht alle Unterstützer anwesend sein konnten, war diese Deutsche Meisterschaft beim Land Hessen bei Herrn Prof. Zielinski, und Herrn Grüttner bekannt. Der Abgeordnete des Hessischen Landtags, Herr Dr. Ralf-Norbert Bartelt, nahm aktiv an der Siegerehrung teil. Das Sportamt Frankfurt wurde durch seinen Leiter Herrn Georg Kemper bei der Siegerehrung vertreten. Seine Mitarbeiterin Frau Uhor war ebenfalls anwesend. Herr Oberbürgermeister Feldmann ließ bereits zur Begrüßung seine guten Wünsche ausrichten.



Im Namen des Ausrichters bedanken Sich Hermann Schladt und Eli Osewald für die hervorragende Leistung der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie der EDV-Leitung und allen Helfern im Hintergrund recht herzlich!

Und natürlich bedankt sich der Ausrichter und der SV Blau-Gelb bei allen Förderern und deren Unterstützung, ohne die diese Deutsche Meisterschaft in dieser Form nicht hätte stattfinden können.



Hier nun aber die Ergebnisse:

32. Kirstin Rosenbaum, Hamburg

31. Philip Naraschkewitz, Hamburg

30. Brigitte Otto-Lange, Moers

29. Heiner Schad, Bremen

28. Martina Reicksmann, Bremen

27. Cengiz Koparan, Dortmund

26. Antonio Michienzi, Marburg

25. Lutz Egeling, Quedlinburg

24. Heiko Kuhlmann, Hannover

23. Bianka Naser, Frankfurt

22. Andreas Schmitz, Dortmund

21. Thorsten Wolf, berlin

20. Andrea Vulprecht, Berlin

19. Carsten Bender, Dortmund

18. Thomas Giese, Berlin

17. Christopher Aimé, Saarbrücken

16. Robert Glojnaric, Frankfurt

15. Detlef Vulprecht, Berlin

14. Reinhard Winkelgrund, Cottbus

13. Horst Griffaton, Kassel

12. Frank Meyer, Hannover

11. Stefan Collet, Kassel

10. Elvira Osewald, Frankfurt

9. Eliane Exner, Dortmund

8. Antonius Reicksmann, Bremen

7. Murat Altunok, Moers

6. Mario Kratzer, Hamburg

5. Sabrina Schmitz, Dortmund

4. Deniz Kürtoglu, Kassel

3. Martin Osewald, Frankfurt

2. Antje Samoray, Berlin

1. Benjamin Neue, Berlin



Für die Europameisterschaft im August 2014 in Haninge (Schweden) haben sich qualifiziert:

Antje Samoray, Berlin

Sabrina Schmitz, Dortmund

Deniz Kürtoglu, Kassel

Martin Osewald, Frankfurt



Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der DM herzliche Glückwünsche zur erreichten Platzierung und weiteres gutes Gelingen bei den sportlichen Vorhaben!





Frankfurt, 13.04.2014, Abteilungsleitung Showdown des SV Blau-Gelb Frankfurt e.V., Eli Osewald