Samstag, 25. Juni 2016

2. Herkules-Cup im Showdown in Kassel am 04.07.2015

Nachdem im letzten Jahr das erste Freundschaftsturnier zwischen den hessischen Standorten auf großes Lob stieß, entschlossen sich die Showdown-Spieler der Behindertensportgemeinschaft Kassel den „Herkules-Cup“ zur jährlichen Tradition werden zu lassen und mit einem Wanderpokal zu prämieren.
Der diesjährigen Einladung folgten fünf Frankfurter und fünf Marburger Spieler, sodass mit den sechs Kasselern insgesamt 4 Spielerinnen und 12 Spieler aus Hessen teilnahmen. Von den Angereisten spielten bereits 11 Spieler bei Deutschen Meisterschaften, was spannende Spiele in hoher Qualität erwarten ließ.
Zu schaffen machten Vielen die an diesem Tag hohen Temperaturen über 35 Grad, was die Veranstalter mit Ventilatoren, genügend Wasser, frischem Obst und jederzeit frisch geschmierten Brötchen und gekühltem Kuchen aufzufangen versuchten. Eine Dusche oder ein Bad im nahegelegenen Fuldasee brachten für viele Helfer, Schiedsrichter und Spieler Abkühlung.
Am Vormittag spielten zunächst alle Spieler in den vier Vorgruppen jeder gegen jeden, wobei die ersten Beiden jeder Gruppe sich für die Viertelfinale qualifizierten. Die Dritten jeder Gruppe spielten um die Plätze 9-12 und die Vierten spielten die Plätze 13-16 aus.
Bei der Gruppenauslosung wurde darauf geachtet, dass die Vorrunden gemischt aus allen Standorten besetzt waren. Die Viertelfinale bestritten allerdings jeweils zwei Spieler bzw. Spielerinnen aus der gleichen Stadt.
Deniz gewann gegen Stefan und Horst gegen Birgit (alle Kassel), sowie Martin gegen Manfred (Frankfurt) und Chriss gegen Annika (Marburg).
Horst zeigte seine gute Form auch im Halbfinale gegen Deniz und gewann überraschend in drei Sätzen. Auch Martin und Chriss lieferten sich ein spannendes Spiel, welches letztendlich Martin in drei Sätzen für sich entschied.
Im rasanten Spiel um Platz 3 behielt dann Chriss gegenüber Deniz die Nase vorn und konnte am Schluss den bronzenen Pokal in Form eines Modells der auf der Spitze des Bergparks Kassel -Wilhelmshöhe stehenden Herkules-Statue mit nach Marburg nehmen.
Im Finale standen sich dann der Favorit und Gewinner des letzten Herkules-Cup Martin und Horst aus Kassel, mit dessen Finalteilnahme er selbst und auch wohl kaum jemand anderes gerechnet hatte, gegenüber.
Nach einem langen heißen Tag konnte Horst zunächst den ersten Satz mit 11:6 gewinnen, Martin zeigte dann aber doch im weiteren Spielverlauf die bessere Kondition und gewann mit 12:7 und 11:4 die weiteren Sätze.
Der Wanderpokal sowie der goldene Herkules gehen in diesem Jahr somit nach Frankfurt, den silbernen Herkules durfte Horst für Kassel entgegen nehmen.
Abends beschlossen alle Spielerinnen und Spieler, die vier Schiedsrichter Hermann aus Frankfurt und Stefan aus Marburg, sowie Kathrin und Tanja aus Kassel und alle Begleitpersonen und fleißigen Helfer den Tag mit einem gemeinsamen Grillabend am Vereinsheim. Bei der Verabschiedung versicherten viele Spieler und Spielerinnen im Nächsten Jahr gerne wiederkommen zu wollen.
Wir danken allen Anreisenden und Kasseler Helfern für dieses schöne Turnier mit vielen spannenden Spielen, guter Stimmung und Verpflegung. Für die Pokale insbesondere dem Wanderpokal danken wir unseren Sponsoren, dem Bezirk Neuen des Hessischen Behinderten- und Rehasport und Harry Apelt von der Sportschule Fritzlar.

Nun folgen noch alle Teilnehmenden mit ihren Platzierungen.

1. Martin (Fra)
2. Horst (Kas)
3. Chriss (Mar)
4. Deniz (Kas)
5. Birgit (Kas)
6. Annika (Mar)
7. Stefan (Kas)
8. Manfred (Fra)
9. Robert (Fra)
10. Bernd (Mar)
11. Eli (Fra)
12. Betti (Mar)
13. Oliver N. (Fra)
14. Christian (Kas)
15. Christoph (Mar)
16. Helmut (Kas)

Showdown-WM in Seoul

Hallo Showdown-Freunde,
die Weltmeisterschaft in Seoul (Südkorea) ist vorbei, und ich möchte euch einen kleinen Bericht darüber zukommen lassen.
Am 7. Mai sind Hermann und ich von Frankfurt aus, mit dem „Siegerflieger“ der Lufthansa um 17:50 Uhr mit dem Großteil der gesamten deutschen Mannschaft nach Seoul abgeflogen.
Neben Showdown wurde Deutschland von den IBSA Sportarten Judo und Goalball vertreten.
Nach einem 9,5 Stunden langen Flug kamen wir um 10:20 am 8. Mai wohlbehalten in Südkorea an (Zeitverschiebung -7 Stunden).
Hier wurden wir dann auch gleich von Volunteers in Empfang genommen und es begann eine perfekt organisierte Veranstaltung.
Mit dem Bus ging es in das „Olympic Parktel“, einem 19 Stockwerke hohem Hotel, das direkt am Olympiapark (Olympiade 1988 in Seoul) liegt.
Bevor es in die Zimmer ging wurden wir direkt zur Akkreditierung gebracht, die in erfreulich kurzer Zeit vonstatten ging.
Unser Zimmer im 12 Stock wies direkt in Richtung Olympiapark, der heute eher ein Volkspark ist, und von den Koreanern rege genutzt wird.
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Schon am ersten Tag hatten wir ein Zeitfenster, in dem wir trainieren konnten.
Im 4. Stock des Hotels  befanden sich die sechs nagelneuen tschechischen Platten, auf denen die WM ausgespielt wurde.
Die Trainingszeiten haben wir uns mit Holland, Tschechien
und Finnland geteilt. So durfte ich auch an den beiden folgenden Tagen erleben, was es heißt, gegen den künftigen Weltmeister, Leander Sachs, zu spielen.
Es gibt zwei Dinge, die ich dabei gelernt habe. Erstens, man muss sich einfach daran gewöhnen, dass Bälle auch kurz unterhalb der Schallgeschwindigkeit über den Tisch sausen können, und zweitens, dass man gegen Leander keine Eheringe im Handschuh tragen sollte.
Nichts desto trotz haben wir Ihn und seine beiden Betreuer, Wim und Riet, als wunderbar nette und zugängliche Menschen kennengelernt, mit denen wir uns auch während der weiteren Veranstaltung öfters getroffen hatten.
Auch Übungssätze gegen Pavel, Teemu und Jaana gehörten zum Programm, von dem wir ehrlich gesagt, noch viel mehr hätten genießen wollen.
Wo kann man mehr lernen, als mit den führenden Spielern der Welt.
Während dieser Zeit wurden wir viel von koreanischen Volunteers und, wie wir später herausfanden, von den späteren Scorekeepern, beobachtet.
Sie waren unglaublich interessiert an der Art und Weise wie wir spielen.
Hermann und ich sind uns sicher, auch nach der Performance, zumindest eines der beiden koreanischen Spieler, dass wir von Korea künftig noch hören werden.
Abendessen und Frühstück gab es vom Buffet.
Natürlich war Kimshi, ein säuerlich eingelegtes Gemüse, dass bevorzugt mit Knoblauch und anderen Gewürzen eingelegt wird und der europäischen Zunge erst mal verdächtig vorkommt immer mit dabei. Viel Fisch, Sushi, Salate, sowie Curry und Bulgogi, eine entfernte Art koreanisches Gulasch gehörten meist mit dazu.
Käse und kerniges Brot suchten wir hingegen vergebens.
Am 10. Mai fand dann auch die Opening Ceromony in einer riesengroßen Sporthalle, die direkt neben dem Olympiastadion steht und zu den damaligen Olympiagebäuden gehört, statt.
Hermann und ich waren Mitglied der 11-köpfigen deutschen Delegation, die beim feierlichen Einmarsch von den vielen Zuschauern begrüßt wurden.
Viele Redner, Folklore und Musik in einem auf die Minute geplanten Ablauf. Man konnte sich vorkommen wie bei einer paralympischen Eröffnungsveranstaltung in Klein....
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Am 11. begannen die Spiele.
Wir hatten einen großen Aufenthaltsraum, in dem wir mindestens 5 Minuten vor Spielbeginn warten mussten. Die Spiele waren exakt im Rhythmus von 30 Minuten durchgeplant, so dass wir genau wussten wann wir über den Tag spielen mussten.
Am ersten Tag wurden die Gruppen, jeder gegen jeden, ausgespielt.
Ich habe , wie ihr wisst, alle meine Spiele in 2 Sätzen verloren.
Das Spiel gegen Adrian (Polen) begann direkt mit 3 schnellen Defence-Fehlern. Ich musste korrigieren, was dazu führte, dass ich im Torraum offener wurde, und Adrian seine Tore platzieren konnte.
Pavel wäre vermutlich von den Dreien meiner Gruppe, derjenige den  ich am ehesten hätte schlagen können. Allein, nachdem ich in Führung ging, hat er das Spiel vollständig gedreht.
Einzig mit dem Spiel gegen Teemu (Finnland) konnte ich zufrieden sein.
Am zweiten Tag konnte ich mich in der zweiten Gruppenphase, die letzten Sechs, in 2 Dreier-Gruppen, gegen Ziedonis (Lettland) und Brian (Dänemark) nicht durchsetzen.
Da ich partout nicht Letzter werden wollte, verbrachte ich eine schlaflose Nacht und traf am dritten Tag auf den Koreaner Jong.
Wenigstens dieses Spiel gewann ich, wenn auch knapp, in drei Sätzen.
Ein Ergebnis mit dem ich nicht zufrieden sein kann oder mag.
Als Entschädigung haben wir aber von den anderen Spielern einige Matches gesehen, die echt „Feuer“ hatten. Insbesondere das Viertelfinalspiel zwischen Leander und Peter (Slovenien) war bis zum Zerreißen spannend.
Auch das Finalspiel der Frauen zwischen den Finninnen Hanna und Jaana zeigte das unglaublich hohe Niveau. „The finish finish finished in the fifth set“
Zum Abschluss gab es dann den Nachschlag zwischen Marco (Italien) und Leander (Niederlande). Was Marco durch viele direkte Tore aus dem Anschlag heraus vorlegte, konnte Leander durch unglaublich hartes Spiel ausgleichen und schlussendlich in 4 Sätzen für sich entscheiden.
Die Siegerehrung war der Veranstaltung angemessen feierlich und mit ordentlich traditioneller Musik und Honoratioren gewürzt.
Überhaupt, dass war schon in der Opening Ceromony zu sehen, wurde die Veranstaltung auch von Seiten der koreanischen Regierung und den Stadtoberen von Seoul, sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet.
In der weiteren Veranstaltung waren wir dann auch bei den anderen Sportarten mit dabei. Wenn man schon (wenn auch als selbstzahlender Gast) in der deutschen Delegation mitreist, und ohne Probleme integriert wird, gehört es irgendwo zum guten Ton, dass man die deutschen Mannschaften und Athleten unterstützt
Natürlich haben wir auch einen Ausflug in die Innenstadt von Seoul gemacht. Der traditionelle Kaiserpark mit seinen kaiserlichen Gebäuden inmitten dieser Riesenstadt und seinen Hochhäusern, von den das größte wohl an die 560 Meter hoch sein soll … diese Stadt hat Gegensätze und eine Dynamik, die auf jeden Fall eine Reise wert sind.
Am Firmensitz von Samsung hatte ich ein bisschen die Befürchtung, dass der Vibrationsalarm von meinem iPhone gleich losgeht. Aber es hat tapfer durchgehalten.
Wir verließen Seoul am 17. Mai, dem Tag der Closing Ceromony und wurden von dem bilderbuchmäßigen Ablauf entlassen und beendeten mit schmerzenden Gesäß unseren Trip auf eine Veranstaltung, an die wir wohl noch lange zurückdenken werden.
Martin Osewald

„… Die Hesse komme“ - Hessische Spieler dominieren Deutsche Meisterschaft im Showdown


Bei der 6. Deutschen Meisterschaft im Showdownin der Sportschule Kaiserau in Kamen am 03.04.16 standen zwei hessische Spieler im Finale. Allein fünf der acht Viertelfinalisten kamen aus hessischen Vereinen. Deniz Kürtoglu aus Kassel als erfahrener Spieler holte sich am Ende den Titel gegen den Süddeutschen Meister von 2015 Christian Frenzel aus Marburg.

Kürtoglus Traum ist endlich wahr geworden. Durch diesen Sieg kann er im September an der Europameisterschaft in Italien teilnehmen.

Den 3. Platz belegte Antje Samoray aus Berlin, die wohl erfahrenste Spielerin Deutschlands, vor Stefan Collet, ebenfalls aus Kassel.

Dieses beeindruckende Ergebnis aus hessischer Sicht wurde komplettiert durch:

5. Martin Osewald, Frankfurt

8. Robert Glojnaric, Frankfurt

10. Horst Griffaton, Kassel

11. Birgit Riester, Kassel

17. Marc Schuster, Marburg

23. Eli Osewald Frankfurt

Insgesamt nahmen 32 Spielerinnen und Spieler teil, die aus 12 Standorten kamen.



Nur drei Wochen nach der Deutschen Meisterschaft wird die erste Showdown-Bundesliga angepfiffen - eine Premiere im deutschen Showdown-Sport. Hier kommt es nicht auf Einzelleistungen, sondern auf das Teamergebnis an. Die sieben teilnehmenden Teams kommen aus Berlin, Dortmund, SG Düsseldorf/Dortmund, SG Moers/Paderborn/Viersen, Frankfurt, Hamburg und Marburg.

Den zweiten von drei Spieltagen wollen die Frankfurter Blau-Gelbe von Samstag 11.06 bis Sonntag 12.06. austragen. Die sechs Matches bestehen je aus vier Einzelspielen und einem Triple. 

Am dritten Spieltag, Mitte September, fällt dann die Entscheidung. Sicher erhoffen sich die beiden hessischen Teams einen Platz ganz vorne.

Allen Teilnehmenden viel Erfolg!

Kindertraining mit blindem Trainer – geht das?

Seit September 2014 gibt es beim SV Blau-Gelb Frankfurt e. V. ein regelmäßiges Kindertraining. Doch wie geht das mit einem blinden Trainer?

Wie kam es dazu?
Seit einigen Jahren kennen Eli und Martin Osewald eine Familie in Frankfurt, deren Kinder (Zwillinge) blind bzw. stark sehbehindert sind. Schon vor drei Jahren kam die Idee, mit den Zwillingen Torben und Lukas Showdown auszuprobieren. Martin Osewald bot sich an, einmal pro Monat mit den Jungs für eine Stunde an der Showdown-Platte zu arbeiten. Am Anfang war es für die Beiden eine Freude, den Ball durch den Raum zu schießen, das machte Krach und es beeindruckte. Zunächst suchte Martin, selbst blinder Showdown-Spieler, noch die Bälle. Irgend wann ließ er die Jungs suchen und erklärte ihnen, dass, wenn der Ball weg sei, sie dann nicht weiter trainieren könnten. So wurde das absichtliche Ball-Schießen weniger.

Was kann ein blinder Trainer blinden Kindern vermitteln?
Auch, wenn Martin nicht sehen kann, was die Kinder an der Platte machen, hört er, ob die Aufschläge korrekt sind, ob der Ball unter der Mittelbande durch geht oder über sie geschlagen wird. Wichtig ist vor allem, dass er eine Mischung aus Showdown-Spiel, ernsten Anweisungen und Einfühlungsvermögen auf die speziellen Bedürfnisse jedes Kindes ins Training einfließen lässt. Welches Kind wie viel Technik dabei lernt, ist sehr individuell und kann von Martin sehr gut eingeschätzt werden.

Wie kamen die Mädchen hinzu?
Den Showdown-Auftritt der Dortmunder Gruppe bei „Hirschhausen’s“ Sendung im Mai 2014 wurde auch von Janina, einem körperbehinderten, sehenden Mädchen aus Frankfurt gesehen, die Showdown gerne ausprobieren wollte. Und so kam Janina im Juli 2014 mit ihrer Mutter zu einem Kindertrainings-Termin. Sie hatte viel Spaß.

Wie spielt ein körperbehindertes Kind Showdown?
Janina ist nur circa 140 cm groß. Sie kann nicht frei stehen. Was kann getan werden? Man stellt sie auf eine Bank, sie lehnt sich mit der Hüfte an die Platte und spielt. Sie steht so sicher genug und reicht mit ihrer Hand in die Platte hinein. Janina beschloss mit ihrer Mutter, regelmäßig zum Showdown zu kommen. Ja, gerne wollte sie eine fast blinde Freundin aus ihrer Klasse auch mitbringen. Und so kam es, dass seit September 2014, jetzt 14-tägig, vier Kinder in Frankfurt mit Martin an der Platte arbeiten.

Frankfurter Kindertraining - Martin mit den vier Kindern


Spielen die Kinder unter der Augenbinde?
Janina beschloss als Sehende, auch unter der Augenbinde spielen zu wollen und hat sich gut darauf eingelassen. Selin trägt ebenfalls eine Dunkelbrille, da sie noch einen kleinen Sehrest hat. Lukas ist blind und so wird bei ihm im Training auf die Brille verzichtet. Torben hat einen Sehrest, aber auch eine leichte Lähmung, so dass ihm die Koordination schwer fällt. Er würde vermutlich nicht spielen, müsste er die Dunkelbrille tragen und deshalb verzichtet Martin bei ihm darauf. Torben und Lukas wurden durch die Anwesenheit von Janina und Selin angestachelt, der Ehrgeiz wurde geweckt. Sie sind ruhiger und aufmerksamer geworden.

Und wie geht Martin damit um?
Martin hat die vier Kinder im Alter von circa 13-14 Jahren gut im Griff. Er weiß jedes einzelne Kind in seiner Leistungsfähigkeit dort mitzunehmen, wo es abgeholt werden mag. Die Mädchen verstanden das Prinzip des Spiels in kurzer Zeit und waren den erfahreneren Jungs schnell ebenbürtig und fordern sie immer wieder aufs Neue heraus. Gerne spielen die Kinder einzeln, aber auch in Mannschaften in wechselnden Konstellationen, so dass auch die Akzeptanz untereinander kein Problem ist.

Die Bälle der Jungs fliegen nun weniger oft durch den Raum, der Ehrgeiz, gewinnen zu wollen, ist geweckt. Ab und zu versucht Martin, auch kleine, technische Aufgaben zu stellen. Er passt sehr genau auf, dass es das richtige Maß ist. Er will die Kinder nicht überfordern, sie sollen nicht den Spaß verlieren, aber immer mal wieder eine kleine, neue Technik muss trotzdem sein. Es ist sehr von der Tagesform der Kinder abhängig, was sie wie annehmen. Aber eines ist Gewiss: Als Außenstehender hat man ganz klar den Eindruck, dass die vier Kinder mit ihrem Trainer Martin ihren Spaß dabei haben. Und darum geht es doch, oder?
Die Mütter sitzen meistens im Flur und tauschen sich rege aus.

Zu Weihnachten erhielten die Kids von der Frankfurter Gruppe ein Blau-Gelb- Showdown-T-Shirt und sind damit auf dem Foto mit ihrem Trainer Martin zu sehen.

Showdown EM in Schweden (13.-17.08.2014)

Nachdem alle sieben Spielerinnen und Spieler (Antje, Sabrina, Andrea, Deniz, Martin, Thomas, Andreas), sowie die vier Begleiter (Detlef, Benni, Hermann, Eliane) ihren Flug gut überstanden und ihre Zimmer bezogen hatten, ging es für einige erst einmal auf Erkundigungstour: Wo finde ich welchen Raum oder auch, wie genieße ich noch am besten die Sonne? etc.

Anschließend hieß es für einige, sich der Klassifikation zu widmen, die bei diesem Turnier zur Spielberechtigung führt. Doch aufgrund von „Verzögerungen im Betriebsablauf“, hatten Martin, Deniz, Andreas und Antje noch eine Schonfrist, die von den meisten für die Schläger-Kontrolle genutzt wurde. Hier waren sich die beiden Vermesser nicht immer ganz einig in der Regelauslegung, sodass erklärende Sätze von Martin und die Absprache mit dem Headreferee, Stefan Wimmer, notwendig waren, damit alle Schläger als gültig akzeptiert wurden.
Die Klassifikation lief für die Deutschen darauf ohne große Vorkommnisse. Die einzige Überraschung bestand im Ausschluss der Weltranglisten- Ersten aus Polen, Elzbieta Mielczarek, die nicht zugelassen wurde.

Der Abend klang mit einem Dinner im Hotelrestaurant aus, bevor die EM kurz und knapp vom Ausrichter, in Form von Krister Olenmo, offiziell eröffnet wurde.
In den zweiten Tag starteten die Männer mit ihren Spielen. Leider konnte bis auf Thomas keiner eines gewinnen. Jedoch konnte der ein oder andere Gegner – z.B. Deniz gegen Teemu, der jeweils die Sätze eng halten konnte und Andreas gegen Zebastian, der sogar ein Satz gewann – geärgert werden.

Die Frauen begannen mit ihren Spielen erst gegen Mittag. Antje setzte sich dabei souverän in ihrer Gruppe durch. Für Andrea und Sabrina gab es dagegen nicht so viel zu holen, außer, dass das ein oder andere Spiel in den 3. Satz gebracht werden konnte, hier aber nicht der Sack zugemacht wurde.
Am Nachmittag stand noch der Teamwettbewerb auf dem Plan. Hier startete man gegen Estland. Deutschland trat mit seiner für diesen Tag stärksten Formation an (Deniz-Antje-Thomas) und fuhr einen sicheren Sieg ein. Danach folgte einer der hohen Favoriten und der spätere Sieger Finnland: Hier gab es gegen einen sehr ausgeglichen besetztes und stark aufspielendes Team nichts zu holen, außer Erfahrung im Teamspiel. Im Viertelfinale traf man dann auf die Heimmannschaft Schweden. Es entwickelte sich ein spannendes und bis zum 20 Punkt auch enges Match. Dann folgten ein paar kleine Unaufmerksamkeiten in der deutschen Mannschaft, sodass richtigerweise das Timeout in Anspruch genommen werden wollte. Doch dieses wurde von den Schiedsrichtern verwehrt, ein Fehler, der nach einem anschließenden Protest auch revidiert wurde, indem man beim Stand von 22:25 erneut den Sieger ausspielte. Am Endresultat änderte sich jedoch nichts mehr. Deutschland musste sich knapp mit 27:31 geschlagen geben und belegte schließlich den 5. Platz in der Mannschaftswertung.

Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der Positionierung, denn für die Männer hieß es, sich die beste Platzierung im Bereich 25-32 zu sichern und das in einer beinahe komplett deutschen Gruppe. Thomas, der in seiner Gruppe Zweiter wurde und damit am Ende um Platz 27-28 spielte, war der einzige Deutsche in der Parallelgruppe. So mussten drei deutsch-deutsche Duelle in der anderen Gruppe ausgespielt werden. Dabei gewann jeder ein Duell (Martin gegen Andreas, Andreas gegen Deniz und Deniz gegen Martin). Am Ende hieß der Gruppensieger Martin, da nur er den vierten Mann in der Gruppe, den Dänen Jörn, niederringen konnte. Andreas wurde dritter und Deniz letzter.

Andrea und Sabrina hatten auch das Pech, in einer Gruppe zu spielen, in der zusätzlich noch die dritte Spielerin aufgrund des Ausschlusses der Polin fehlte. Das interne Duell entschied Sabrina für sich.

Für Antje dagegen hieß es, sich soweit wie möglich nach vorne zu spielen. In der erneuten Gruppenphase konnte sie drei Siege – u.a. gegen die Weltmeisterin aus Finnland– einfahren und musste nur zwei Niederlagen gegen Hanna und Nicky hinnehmen. Das folgende Viertelfinale gegen Elvira Sjöblom verlief dagegen gar nicht nach Antjes Wunsch. Sie musste sich der späteren Finalistin glatt in drei Sätzen geschlagen geben, sodass es für sie um die Plätze 5-8 gehen würde. Hier zeigte Antje wieder gewohnt starke Leistungen und sicherte sich damit den fünften Platz.

Für die anderen liefen die Spiele um die Endplatzierung nicht so erfolgreich: Martin, Andreas, Deniz, Thomas, Andrea und Sabrina mussten sich nach z.T. hartem Kampf geschlagen geben, sodass folgende Plätze erzielt werden konnten:
Martin Platz 26 Sabrina Platz 20
Thomas Platz 28 Andrea Platz 22
Andreas Platz 30
Deniz Platz 32

Ab Mittag standen dann noch die Medaillenspiele auf dem Programm, welche folgendermaßen endeten:
Herren:
3. Claudio aus Schweden
2. Ari aus Finnland
1. Peter aus Slowenien (nun Welt- und Europameister)

Damen:
3. Sanja aus Slowenien
2. Elvira aus Schweden
1. Hanna aus Finnland (zum 4 Mal in Folge Europameisterin geworden)

Team:
3. Schweden
2. Slowenien
1. Finnland

Es war wieder ein sehr gut organisiertes und schönes Turnier, bei dem die meisten von uns viele neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln konnten, die sie für die kommenden Trainingseinheiten mitnehmen und bestenfalls umsetzen werden.

Eliane Exner

Freitag, 24. Juni 2016

Pajulahti-Games in Finnland – Robert und Eli aus Frankfurt spielten mit

Vom 15.01. bis zum 18.01.2015 fanden die Pajulahti-Games in Finnland statt. Neben Sportarten wie Rollstuhl-Rugby, Judo oder Torball fand auch ein kleines aber stark besetztes Showdown-Turnier statt. Neben zahlreichen finnischen Spielerinnen und Spielern nahmen daran ein Schweizer (Thomas), eine Gruppe aus Litauen, zwei Spielerinnen aus den Niederlanden, drei Spieler aus Frankreich sowie Robert und Eli aus Deutschland (Frankfurt Main) teil.
Das Turnier selbst war rundum sehr gut organisiert. Jeder Nation stand eine Hostess beim Einchecken und der ersten Orientierung und weiteren Fragen zur Verfügung. Das war sehr nett und entspannte manche Situation.
Schon am Donnerstag Abend erkannten Thomas, Robert und Eli, dass die drei vorhandenen tschechischen Platten über eine sehr glatte und damit extrem schnelle Oberfläche verfügten.
Der Spielmodus bei Männern und Frauen war so geschickt gewählt, dass alle Teilnehmenden mindestens 10 Spiele an zwei Tagen bestreiten durften.
Die Männer waren in zwei Achtergruppen aufgeteilt und spielten in ihrer Gruppe jeder gegen jeden. Danach kamen die jeweils vier Ersten in die Gruppe um die Plätze eins bis acht. Bereits gespielte Spiele wurden mitgenommen, so hatte jeder nochmals vier Spiele. Bei den jeweils vier hinteren wurde das gleiche System verwendet. Am Sonntag gab es die Finals
Robert konnte in der ersten Runde nur einen Satz für sich entscheiden. Thomas, der in der Schweiz nur extrem selten einen Trainingspartner hat, gewann ein Spiel und war damit glücklich. In der 2. Runde konnte sich Thomas nicht weiter steigern und belegte am Ende den 16. Platz. Sicher hat er jede Menge Erfahrung gesammelt; es war sein erstes internationales Turnier. Robert konnte in der zweiten Runde immerhin noch drei Spiele gewinnen und erreichte damit den 13. Platz. Überraschend war, dass auch zwei der Franzosen nicht unter den ersten acht Männern landen konnten.
Bei den sieben Frauen war das System ähnlich. Jede spielte gegen jede. Danach kamen die ersten Vier in eine Gruppe. Die letzten drei spielten eine Doppelrunde gegeneinander. Auch am Sonntag gab es die zwei Finalspiele.
Oxana aus Litauen nahm Hannah aus Finnland, die das Turnier gewann, gleich einen Satz ab. Eli gab ihren ersten Satz an Oxana ab, konnte das Spiel aber am Ende für sich entscheiden. Später gewann Eli einen Satz gegen Jana aus Finnland, worüber sie sehr glücklich war, denn die Finnin wurde am Schluss Zweite. Gegen Helma aus den Niederlanden konnte sich Eli über zwei Sätze durchsetzen und lag am Ende dieser ersten Runde auf Platz fünf.
Auch Eli hatte mit der anderen Plattenart etwas zu kämpfen. Eli reagierte oft zu schnell auf Bälle und öffnete dadurch die Mitte oder erhielt Strafpunkte.
In der zweiten Runde konnte Eli einmal noch gegen Helma gewinnen, das zweite Spiel gegen Helma in dieser zweiten Runde verlor Eli knapp über drei Sätze. Gegen Oxana gelang es ihr nicht, nochmals zu siegen, sondern verlor beide Spiele über drei Sätze. Oxana, eine ganz junge Spielerin, steigerte sich in diesem Turnier enorm und belegte am Ende einen verdienten fünften Platz vor Eli.
Die Endspiele waren spannend. Sie gingen beide über fünf Sätze. Bei den Damen holte sich Jana die ersten zwei Sätze. Danach konnte Hannah ihre finnische Team-Kollegin bezwingen. Auch das Männerfinale war ein finnisches Duell. Ari und Timo kämpften über fünf Sätze. Insgesamt vielen in diesem Spiel sehr wenige Tore. Die beiden legten es sehr auf Strafpunkte an. In einem Satz gab es bei 11 zu 8 Punkten überhaupt nur drei Tore.
Die Abende im Hotel haben uns nicht so gut gefallen. es gab keine Gemeinsamkeiten, um sich mit anderen Showdown-Spielern auszutauschen. So hat uns die Gemütlichkeit, die bei einem Turnier auch dabei sein sollte, insgesamt gefehlt.
Hier noch ein Foto, das uns vier vor der Pajulahti-Games-Fahne zeigt

Pajulahti2

Und zum Schluss natürlich noch die Ergebnisliste.

Frauen:

1 Hannah Vilmi (FIN)
2 Jaana Pesari (FIN)
3 Nicky Corstanje (NED)
4 Heidi Torn (FIN)
5 Oksana Dobrowolskaja (LIT)
6 Eli Osewald (GER)
7 Helma Van der Boom (NED)

Männer:

1 Ari Lahtinen (FIN)
2 Teemu Ruohonen (FIN)
3 Juha Oikarainen (FIN)
4 Mindaugas Dvylaitis (LIT)
5 Thibaut Le Brun (FRA)
6 Paulus Kavelis
7 Jouni Viitamäki (FIN)
8 Denas Damskis
9 Mikael Lapaz (FRA)
10 Pierre Bertrand (FRA)
11 Kalle Haukka (FIN)
12 Jarno Vilen (FIN)
13 Robert Glojnaric (GER)
14 Tatu Lattu (FIN)
15 Konsta Kuorikoski (FIN)
16 Thomas Häni (SUI)

Frankfurter erfolgreich bei den Dutch Open

Erfolgreich verliefen die stark besetzten Dutch Open für die zwölf teilnehmenden Spielerinnen und Spieler des Deutschen Showdown Verbandes.
Bei den Frauen zeigte Antje Samoray eine souveräne Leistung und musste sich erst im Finale der Weltranglistenersten Elzbieta Mielczarek aus Polen geschlagen geben.
Sabrina Schmitz belegt einen sehr guten siebten Platz.
Bei den Männern belegten Martin Osewald, Benjamin Neue und Robert Glojnaric in der ersten Runde jeweils den zweiten Platz ihrer Gruppe und zogen damit in die Runde der letzten 12 ein. Dort erreichte Benjamin Neue aus Berlin den vierten Platz und zog ins Viertelfinale ein. Dieses verlor er zwar, gewann aber dann die Begegnung um Platz sechs und war damit bestplatzierter Mann aus Deutschland.
Die beiden Frankfurter Martin Osewald und Robert Glojnaric gewannen jeweils ein Spiel der zweiten Runde, was für Martin Osewald den fünften Platz in seiner Gruppe bedeutete, während es für Robert Gloinaric - der fast sensationell den späteren Bronzemedaillengewinner Lukasz Byczkowski aus Polen besiegte - wegen des schlechteren Satzverhältnisses nur zu Platz sechs reichte.
Während Martin Osewald sein anschließendes Platzierungsspiel verlor und Zehnter wurde, gewann Robert Glojnarich sein Platzierungsspiel und wurde Elfter.

Hermann Schladt

Final Ranking Gentlemen

1. Leander Sachs
2. Adrian Sloninka
3. Lukasz Byczkowski
4. Pierre Bertrand
5. Krystian Kisiel
6. Benjamin Neue (D)
7. Michael Lapaz
8. Ondrej Kodet
9. Luigi Abate
10. Martin Osewald (D) - Frankfurt
11. Robert Glojnaric (D) - Frankfurt
12. Jérémy Travert
13. Thibaut le Brun
14. Bertrand Laine
15. Rinaldo Massola
16. Denis Calonne
17. Pavel David
18. Murat Altunok (D)
19. Richard Gooijers
20. Fabio Santini
21. Thomas Giese (D)
22. Nicola Vincenti
23. Costante Piantoni
24. Antonio Michienzi (D)
25. Andreas Schmitz (D)
26. Philip Naraschkewitz(D)
27. Frank Wolkers
28. Bjarne Rytter Sörensen
29. Vincenzo Di Bari

1. Elzbieta Mielczarek
2. Antje Samoray (D
3. Graziana Mauro
4. Nicky Corstanje
5. Aleksandra Chrzanowska
6. Sévrine Mesnil
7. Sabrina Schmitz (D)
8. Emanuela Pontiroli
9. Helma van der Boom
10. Daniela De Nuzzo
11. Francesca Buttitta
12. Joanna Pozarycka
13. Pasqualina Da Pozzo
14. Brigitte Otto-Lange (D)
15. Bettina Stefan (D)